Messing ist dem Menschen schon sehr lange bekannt. In Babylon und Assyrien wurde es schon im 3. Jahrtausend v. Chr. verwendet. Messing entstand, indem man zum Kupfer beim Schmelzen Galmei (Zinkkarbonat) zugab. Technisch interessant sind die Kupfer-Zink-Legierungen, die zwischen 1 bis 50% Zink enthalten. Diese Legierungen werden aufgrund ihres Gefügeaufbaus in drei Hauptgruppen unterteilt.
Die erste Gruppe von Legierungen bis ca. 37,5% Zink weist ein einheitliches Gefüge auf (alpha-Messing) und kristallisiert in einem kubisch-flächenzentrierten Gitter.
Die zweite Gruppe von Legierungen von ca. 37,5 bis 46% Zink, enthält mit der beta-Phase, die in einem kubisch-raumzentrierten Gitter erstarrt, zusätzlich einen Gefügebestandteil geringerer Plastizität, dessen Anteil am Gesamtgefüge mit dem Zinkgehalt zunimmt (alpha+beta-Messing).
Die dritte Gruppe von Legierungen mit ca. 46-50% Zink besteht wiederum aus einem einheitlichen Gefüge (beta-Messing). Bei noch höherem Zinkgehalt tritt als weiterer Gefügebestandteil die gamma-Phase auf, dessen extreme Sprödigkeit solche Legierungen technisch unbrauchbar werden läßt.
Zur Verbesserung der Spanbarkeit wird dem Messing zuweilen Blei bis zu ca. 5% zugefügt. Blei verschlechtert jedoch die Schmelzschweißeignung und die Kaltumformung, verbessert jedoch neben der Spanbarkeit auch das Gefüge und wirkt korrosionshemmend.
Typische Anwendungsbereiche finden wir im Heizungs- und Sanitärbereich z.B. bei Ventilen und Mischerbatterien.
Gängige Werkstoffe:
CuZn 39Pb3, ISO 1637, C38500
60Cu-40Zn, ASTM B135, C28000 (Muntz Metal)
CuZn30As, VSM 11557, C26130